Makgadikgadi-Salzpfannen

Makgadikgadi-Salzpfannen, die salzigen Überreste eines Sees

Die Makgadikgadi-Salzpfannen sind die Überreste eines früheren Salzsees. Da der Makgadikgadisee keinen natürlichen Abfluss hatte, setzte sich das Salz mit der Zeit ab. Bedingt durch Klimaveränderungen und Erdverschiebungen trocknete der See vor rund viertausend Jahren aus. Die stellenweise bis zu fünf Meter tiefen Salzablagerungen blieben zurück und bilden die heutigen Salzpfannen. Davon gibt es viele in unterschiedlichen Ausmaßen. Insgesamt bedecken die Makgadikgadi-Salzpfannen eine gewaltige Fläche von 8400 km² und gehören damit zu den größten Salzpfannengebieten der Erde. 

An den Grenzen der Salzwüste hat sich Grassavanne ausgebreitet. In der Regenzeit verwandeln sich die überfluteten Salzpfannen zu flachen Seen, sodass man zum Beispiel auf den Wasserflächen im Norden der Sowa-Pfanne zahlreiche Pelikane, Flamingos, Reiher und Störche beobachten kann. In der Region der Makgadikgadi-Salzpfannen können Besucher - mit etwas Glück - sogar die selten gewordenen Afrikanischen Wildhunde erleben, die sich das Gebiet mit Hyänen, Geparden, Schakalen, Leoparden und Löwen teilen. Im Grasland finden Sie reichlich Beute, denn Spieß- und Springböcke, Impalas, Streifengnus und Steppenzebras wandern während der Regenzeit von März bis Dezember vom Chobe und Linyanti sowie aus dem Okavangodelta zu den offenen Grasflächen der Makgadikgadi-Salzpfannen. Sobald die kleineren Pfannen wieder austrocken, zieht das Wild in die Flussgebiete zurück. Nur wenige Tierarten, darunter einige Vögel, Strauße, Echsen, Warane und Schildkröten bleiben während der heißen und trockenen Zeit in dem Wüstengebiet.

Etwas üppiger gedeiht die Vegetation nördlich und westlich der Ntwetwe-Pfanne. Dort und auf den Inseln wachsen auch Doumpalmen. Vorwiegend auf den Inseln Kubu Island und Gabasedi Island findet man auch Baobabs (Affenbrotbäume), welche beliebte Fotomotive von Touristen sind. Im Westen der Salzpfannen befinden sich der Makgadikgadi-Pans- und der Nxai-Pan-Nationalpark. Beide werden oft zusammen genannt, da sie nur durch eine Straße voneinander getrennt sind. Wirtschaftliche Bedeutung haben neben dem Tourismus vor allem der Salzabbau und die Diamantenminen.

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Springböcke in der Makgadikgadi Salzpfanne © Oakdalecat | Dreamstime.com